Grippe, Erkältung oder Corona?
Halskratzen, Husten, Schnupfen und Fieber sind typische Erkältungssymptome und können auch Zeichen einer echten Grippe und Corona sein. Doch zwischen den Erkrankungen gibt es einige Unterschiede.
Im Herbst und Winter wird gehustet und geniest. Im vergangenen Jahr blieb die Erkältungssaison aufgrund von Kontaktbeschränkungen, Abstandregeln und Maskenpflicht so gut wie aus. Doch setzt sich dieser Trend auch in der Erkältungssaison 2021/22 fort? Jein, sagt die Mehrheit der PTA in einer aktuellen aposcope-Befragung. Mehr als acht von zehn befragten PTA gehen davon aus, dass der Verkauf von Erkältungsmitteln zum Winter hin wieder anzieht. Immerhin steht die nächste Erkältungswelle bereits vor der Tür. Ob die Symptome auf eine Grippe, Erkältung oder Corona hindeuten, verrät die folgende Tabelle.
Grippe, Erkältung oder Corona
Egal ob echte Grippe, grippaler Infekt oder Covid-19 – die Erkrankungen werden durch Viren verursacht. Erkältungen werden in der Regel von Rhinoviren verursacht, eine echte Grippe von Influenzaviren und Covid-19 durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2. Bei Corona und Influenza sind im Gegensatz zu einer Erkältung schwere Verläufe und Komplikationen möglich.
Erkältung | Grippe | Corona | |
Symptome | Halskratzen, -schmerzen Gliederschmerzen leicht abgeschlagenes Gefühl Husten erst im weiteren Krankheitsverlauf Schnupfen Fieber, selten | Abgeschlagenheit Müdigkeit Kopf- und Gliederschmerzen hohes Fieber trockener Husten Nur ein Drittel der Betroffenen zeigt den typischen, fieberhaften Krankheitsverlauf. | Husten in Kombination mit Kurzatmigkeit Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn Die Symptome ähneln denen einer Influenza. Im Fokus sind Fieber, Atemwegsprobleme, aber auch Durchfälle. |
Die Beschwerden treten nicht schlagartig auf und bessern sich in der Regel nach sieben Tagen wieder. Nach zwei Wochen ist der Infekt meist überstanden. | Die Beschwerden treten schlagartig von einem auf den anderen Moment auf und sind heftiger als bei einem grippalen Infekt. | Die Beschwerden treten nicht schlagartig auf, sondern entwickeln sich im Krankheitsverlauf. | |
Inkubationszeit | Die Ansteckungsgefahr ist in den ersten zwei bis drei Tagen am größten. | Die Inkubatiosnzeit liegt bei einigen Stunden bis drei Tagen. Die Betroffenen sind noch drei bis fünf Tage ansteckend – Kinder bis zu sieben Tage. | Die Inkubationszeit liegt im Mittel bei fünf bis sechs Tagen. |
Abstandsregeln, Masketragen, Hygienemaßnahmen und Schutzimpfungen (Influenza, Covid-19) können das Infektionsrisiko reduzieren.
Achtung: Weil eine gleichzeitige Infektion mit Influenzaviren und SARS-CoV-2 möglich ist, sollten sich vor allem Risikopatient:innen gegen Influenza impfen lassen. Denn: Die saisonale Grippeschutzimpfung kann vor schweren Corona-Verläufen schützen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine parallele Corona- und Grippeschutzimpfung (Totimpfstoffe). Ein zeitlicher Abstand zwischen den Immunisierungen muss nicht eingehalten werden.
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