Kräuter, Früchte und Co.: Selbstgemachte Tees zur Stärkung des Immunsystems
Die Erkältungswelle hat inzwischen wieder volle Fahrt aufgenommen. Höchste Zeit, das Immunsystem so gut es geht zu stärken, um nicht bald selbst mit Husten, Schnupfen und Fieber im Bett zu liegen. Was eignet sich dafür besser als selbstgemachte Tees mit Heilpflanzen wie Salbei, Ingwer und Co.?
Wohltuende Tees helfen gegen Erkältungen
In der kalten Jahreszeit sind Tees bei laufender Nase, kratzendem Hals und dröhnendem Kopf echte Allrounder. Sie wärmen den durchgefrorenen Körper auf, sorgen für ausreichende Flüssigkeitszufuhr und halten die Schleimhäute feucht, so dass sich keine Viren anlagern können.
Darüber hinaus haben viele Tees einen positiven Einfluss auf die Abwehrkräfte. Somit kannst du sie sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung von Erkältungen nutzen.
Ingwertee: Scharfe Knolle mit großer Wirkung
Ingwer gehört zu den wichtigsten Zutaten, wenn es darum geht, das Immunsystem zu stärken. Nicht umsonst wurde er 2018 zur Heilpflanze des Jahres ernannt.
Wirkstoff-Check: Die Ingwerwurzel hat einen tropischen Ursprung und enthält zahlreiche ätherische Öle wie Zingiberol, Curcumen und beta-Eudesmol und Scharfstoffe wie Gingerol, die entzündungshemmend wirken. Ingwer eignet sich als wirksames Mittel gegen Übelkeit. Außerdem kommt die Knolle bei Kopfschmerzen und Erkältungen zum Einsatz, denn sie wirkt ebenfalls antibakteriell und schleimlösend. Für Schwangere und Menschen, die Blutverdünner einnehmen müssen, kann Ingwer jedoch auch gefährlich werden, da er Wehen auslösen und das Blutungsrisiko erhöhen kann.
Zubereitung: Für einen klassischen Ingwertee schneidest du ein etwa fingerlanges Stück der Wurzel in dünne Scheiben und gibst sie in eine Teetasse. Anschließend gießt du kochendes Wasser darüber und lässt den Tee etwa zehn Minuten ziehen.
Tipp: Der Geschmack von Ingwer ist zwar etwas eigenwillig, allerdings kannst du den Tee mit Honig und Zitrone etwas abmildern. Letztere liefert dabei wichtige Vitamine und wirkt ebenfalls antibakteriell, was die Wirkung des Tees noch verstärkt. Bevor du Zitrone und Honig dazugibst, solltest du den Tee jedoch etwas abkühlen lassen, damit die enthaltenen Enzyme nicht zerstört werden.
Salbei lindert Halsschmerzen
Ähnlich wie Ingwer ist auch Salbei eine wichtige Heilpflanze, auf die du bei Erkältungen zurückgreifen kannst.
Wirkstoff-Check: Die Salbeipflanze zählt zu den Lippenblütlern und wird bereits seit der Antike als Heilpflanze eingesetzt, unter anderem bei Verdauungsproblemen. Salbeiblätter enthalten ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide. Sie wirken einerseits entzündungshemmend, andererseits auch stresslindernd.
Zubereitung: Für den Tee gibst du ein bis zwei Gramm Salbeiblätter in eine Tasse und gießt sie mit heißem Wasser auf. Zehn Minuten ziehen lassen, fertig ist der wohltuende Salbeitee. Du kannst ihn entweder heiß genießen oder etwas abkühlen lassen und anschließend damit gurgeln, um Halsschmerzen zu lindern.
Achtung: Schwangere sollten auf Salbei verzichten, da dieser vorzeitige Wehen auslösen und schlimmstenfalls zu einer Fehlgeburt führen kann. Auch Stillenden ist von Salbei eher abzuraten, denn er hemmt die Milchproduktion. Somit empfiehlt sich Salbei lediglich, wenn Mütter abstillen möchten.
Vielseitige Kamille: Als Tee oder zur Inhalation
Kamille ist ein echter Allrounder und zählt zu den beliebtesten Heilpflanzen überhaupt.
Wirkstoff-Check: Kamille kommt nicht nur bei Erkältungen zum Einsatz, sondern auch bei Magenbeschwerden und Zahnfleischentzündungen. Die Heilpflanze wirkt antientzündlich, antibakteriell und krampflösend und enthält besonders in den Blüten ätherische Öle sowie Flavonoide.
Zubereitung: Für den Kamillentee einfach einige Blüten in eine Tasse geben und aufbrühen. Den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und entweder direkt trinken oder zum Inhalieren nutzen. Dafür gibst du den Kamillentee in eine Schüssel und atmest mit einem Handtuch über dem Kopf den heißen Dampf vorsichtig ein.
Tipp: Um Allergiesymptome mithilfe einer Inhalation abzumildern, eignet sich Kamille nur bedingt. Denn die ätherischen Öle können eine zusätzliche Reizung hervorrufen. Hier ist Salzwasser oft die bessere Alternative. Außerdem kannst du deinen Arzt fragen, was er dir empfiehlt, um die lästige Allergie erträglicher zu machen.
Der Klassiker für ein starkes Immunsystem: Hagebuttentee
Neben Kräutern eignen sich auch verschiedene Früchte gut für einen selbstgemachten Tee. Denn Apfel, Orange, Hagebutte und Co. stecken oft voller Vitamine und stärken damit ebenfalls das Immunsystem. Ein echter Klassiker ist dabei der Hagebuttentee.
Wirkstoff-Check: Hagebutten enthalten nicht nur sehr viel Vitamin C, sondern auch andere Vitamine und zusätzlich noch Magnesium, Eisen, Calcium. Damit stärkt die „Superfrucht“ einerseits das Immunsystem und ist andererseits auch gut für Haut, Nägel und Co.
Zubereitung: Um den Tee selbst zu machen, solltest du getrocknete Früchte verwenden. Dafür entfernst du Stiele, Blütenansätze und die Samen im Inneren der Frucht. Anschließend legst du die Hagebuttenschalen auf einen mit Backpapier ausgelegten Ofenrost und lässt sie bei etwa 40 Grad trocknen. Für den Tee nimmst du etwa ein bis zwei Gramm getrocknete Hagebuttenschalen und gießt sie mit heißem Wasser auf. Zehn Minuten ziehen lassen und einen absoluten Vitaminkick genießen.
Unser Fazit: Bei selbstgemachten Tees für die kalte Jahreszeit sind dir keine Grenzen gesetzt. Du kannst sowohl Kräuter als auch verschiedene Früchte, aber auch Blüten verwenden, um dein Immunsystem zu stärken. Wichtig ist nur, dass du den Tee einige Minuten ziehen lässt, damit die Aromen ihre Wirkung entfalten können.
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