FFP2-Maske aufbereiten: Zehn Minuten kochen im Gefrier- und Kochbeutel
Backofen, sieben Tage trocknen oder Mikrowelle: Über die Wiederverwendung von FFP2-Masken, die in der Regel Einwegprodukte sind, wurde viel diskutiert. Jetzt gibt es ein neues Desinfektionsverfahren. Im neuen Flyer der Fachhochschule Münster ist das Kochen der FFP2-Masken im Gefrier- oder Kochbeutel aufgeführt.
Schutzmasken gehören längst zum Alltag – der Bedarf ist groß, denn ohne Maske geht nichts in puncto Öffis und Einkaufen. Doch die Einwegprodukte haben eine begrenzte Tragedauer und sollten regelmäßig ausgetauscht werden. Trotzdem wird immer wieder über die Wiederverwendung von FFP2-Masken diskutiert. Die Fachhochschule Münster hat eine Infobroschüre zu den Möglichkeiten und Grenzen der eigenverantwortlichen Wiederverwendung von FFP2-Masken für den Privatgebrauch erstellt und um eine Möglichkeit ergänzt – FFP2-Masken können durch zehnminütiges Kochen im Gefrier- und Kochbeutel aufbereitet werden. Und so funktioniert`s:
Generell gilt: Beschädigte und verschmutzte Masken sollten entsorgt werden.
Maximal drei FFP2-Masken pro Beutel
Bevor die FFP2-Maske in den Gefrierbeutel wandert, sollte sie bis zum nächsten Tag bei Raumluft trocknen. Außerdem ist nicht jeder Beutel geeignet – Pausenbrot- oder Müllbeutel sind tabu. Verbraucher:innen sollten darauf achten, dass die Beutel für Lebensmittel geeignet und hitzebeständig sind. Infrage kommen Gefrier- und Kochbeutel. Wer nur einen Gefrierbeutel hat, sollte diesen auf seine Hitzebeständigkeit überprüfen und vorab ohne Maske kochen. Laut FH Münster darf ein Beutel mit maximal drei Masken gefüllt werden. Werden Masken unterschiedlicher Träger:innen behandelt, sollten diese an den Haltebändern gekennzeichnet und in einem separaten Beutel aufbereitet werden.
FFP2-Maske: Zehn Minuten im Gefrier- und Kochbeutel kochen
„Mit dem Verfahren ‚10 Minuten Kochen im Gefrier- und Kochbeutel‘ kann SARS-CoV-2 vollständig eliminiert werden“, schreibt die FH Münster im Infoflyer.
- Maske an den Haltebändern anfassen und in den Gefrier- und Kochbeutel legen
- Luft aus dem Beutel streichen und dicht per Zipper oder Verschlussclip verschließen
- Kochtopf mit Wasser füllen (mindestens drei/vier Zentimeter) und zum Kochen bringen
- verschlossenen Beutel in das kochende Wasser legen und den Topf mit dem Deckel verschließen. Achtung: Beutel darf den Boden des Kochtopfes nicht berühren!
- zehn Minuten kochen lassen und anschließend den Beutel aus dem Wasser nehmen
- Maske an den Haltebändern aus dem Beutel nehmen und zum Abkühlen aufhängen
Achtung! Die FFP2-Maske sollte auf diese Art nur drei Mal behandelt werden.
„Bei der alternativ beschriebenen Desinfektion durch 10-minütiges Kochen im Gefrierbeutel wird das Coronavirus unter den im Flyer erläuterten Bedingungen vollständig und andere Keime der Haut-, Nasen- und Rachenflora nahezu vollständig inaktiviert“, schreibt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das ein Forschungsprojekt an der FH Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster fördert. Das Verfahren führte in den Untersuchungen weder zu einem nennenswerten Verlust der Filterleistung noch zu einer Veränderung der Maske, die diese unbrauchbar machen würden, heißt es.
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