Saarland: Apotheken können leichter Fiebersäfte herstellen
Bei Lieferengpässen können Apotheken im Saarland nun flexibel und ohne bürokratischen Mehraufwand Fiebersäfte für Kinder selbst herstellen. Das sieht eine Vereinbarung vor, die unter anderem mit Krankenkassen und den Apothekerorganisationen getroffen wurde, wie das Saar-Gesundheitsministerium am Mittwoch in Saarbrücken mitteilte.
„Die Apotheken können je nach Verfügbarkeit sowohl Fertigarzneimittel abgeben als auch, im Bedarfsfall, notwendige Rezepturen anfertigen.” Über den Jahreswechsel war es auch im Saarland zu Lieferengpässen bei paracetamol- und ibuprofenhaltigen Fertigarzneimitteln, vor allem bei Fiebersäften für Kinder, gekommen. Um die Versorgung sicherzustellen, stellen die Apotheker:innen die Arzneimittel teils selbst her oder importierten sie aus dem Ausland. Dies habe wegen Vorgaben, die eingehalten werden mussten, zu „erheblichem Mehraufwand“ geführt.
Das Ministerium hatte im Januar ein Treffen mit Beteiligten organisiert, bei dem man sich darauf einigte, „Wege zu vereinfachen“. Saar-Apotheker:innen sollten die Arzneimittel, die nicht verfügbar sind, leichter selbst herstellen können, hieß es. Die Regelung gilt zunächst bis zum 28. Februar.
„Durch diesen Schritt wurde den Apotheken die erforderliche Flexibilität eingeräumt, um Lieferengpässen effektiv und unbürokratisch entgegenwirken zu können“, sagte Minister Magnus Jung (SPD) laut Mitteilung. Grundsätzliche Reformen bei der Arzneimittelversorgung vom Bund seien aber weiter notwendig.
Das könnte dich auch interessieren
Mehr aus dieser Kategorie
Fehler in der Lohnabrechnung: Keine Nachzahlung für PTA
Ein Gehaltsnachweis ist für Angestellte in der Regel Pflicht – ob digital oder in Papierform. Kommt es zu einem Fehler …
„Letztes“ Apotheken-Handwerk: BVpta für Rezeptur-Weiterbildung
Regelmäßige Fortbildungen gehören für Apothekenangestellte wie PTA dazu, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich außerdem weiterqualifizieren zu …
ePA kommt ab 29. April bundesweit
Vorteile für Patientinnen und Patienten, Befunde auf einen Blick für die Ärzt:innen: Die elektronische Patientenakte kommt Ende des Monats bundesweit. Die …